Normandie: Wo Orchideen am Wegrand blühn'

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Mein längster Urlaub seit 6 Jahren stand auf dem Programm: 9 Tage lang mit dem Wohnmobil durch den Norden Frankreichs!
Gemeinsam mit Sascha, meinem Partner, ging es von Siegburg aus am 25.April 2011 los. Lange Fahrstrecken wollten wir von Anfang an vermeiden, so dass wir den ersten Campingplatz noch in Belgien aufsuchten.

     

Den Umweg über Südbelgien hatten wir auch deswegen in Kauf genommen, weil es dort fantastische alte Klosterruinen geben sollte. Natürlich hatten wir ein Navi mit an Bord. Ohne dieses wären wir wohl ziemlich 'aufgeschmissen' gewesen. Wir tippten den Zielort 'Villers-la-Ville' also dort ein und wunderten uns die ganze Zeit, dass kein einziges Hinweisschild zu den Ruinen existierte, und wir durch einsame kleine Orte mit nur spärlichem Autoverkehr fuhren, so dass wir schon glaubten, unverrichteter Dinge wieder zur Haupt-Route zurückkehren zu müssen, da wir ja lediglich den Zielort, nicht aber die Ruinen direkt eingegeben hatten.
Doch dann bogen wir ahnungslos um eine (letzte) Ecke und siehe da: Als hätten sich zigtausende von Menschen still und heimlich hier versammelt (es hätte mich nicht gewundert, hätte jemand 'Überraschung', bzw. 'surprise' gebrüllt), waren wir plötzlich mitten drin in einem Volksfest, das seinesgleichen suchte. Ein Gedränge schon an den Kassen, Jahrmarkt auf der Wiese vor dem Kloster, Tanzaufführungen inmitten der verlassenen Kirchenschiffe. Halb Belgien schien sich an diesem Ostermontag bei den Klosterruinen versammelt zu haben. Doch, wie ihr seht, hat sich der Besuch wirklich gelohnt!

 

 

Ebenfalls noch in Belgien - auf einem Campingplatz, den wir nicht unbedingt weiterempfehlen würden, sah ich dann auch zum ersten Mal in diesem Jahr blühenden Kerbel.
Später, inzwischen schon in der tiefsten Normandie angekommen, bestaunten wir ganze Wege eingehüllt in weiße 'Kerbel-Wolken'
Einfach traumhaft!

 

 

 

Unser Buchtipp: Sofie Meys: "Deko aus Beton", Leopold Stocker Verlag

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